Das verflixte 7. Ei - Rössleweg 7.0 - laufkultur.de

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Das verflixte 7. Ei - Rössleweg 7.0

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Das verflixte 7. Ei - Rössleweg 7.0

Rekordbeteiligung bei der Runde um den Kessel
Beim Petit Ballon hatten einige abgewunken, als sie mich nach der nächsten Tour um den Kessel fragten. 2 Wochen nach dem Ballon... zu früh! So waren meine Erwartungen eher gedämpft, als ich den Termin in Facebook postete. Doch dann kam fast jeden Tag eine Anmeldung herein. und letztendlich stehen wir zu elft im Eingang zum "Stern Kebap" am Obertürkheimer Bahnhof. Rekordbeteilgung also, ganz klar, dass auch das Wetter passt und die Sonne schon früh am Morgen ankündigt, dass sie uns heute nicht im Stich lassen wird. Nicht verwunderlich, dass wir Aufsehen erregen in der Vorstadt, als wir mit unseren Rucksäcken und den nach vorne hängenden Schläuchen wie eine Truppe Ghostbuster wirkend, über die "dauergrünen" Ampeln stürmen. Angetrieben von Chris, der in der Stunde, die er uns begleitet, wohl mehr quasselt als die meisten von uns auf der ganzen Runde, nehmen wir den Aufstieg in Hedelfingen im Sturm. Kaum zu glauben, dass einige in der Gruppe gestern wohl noch ein recht intensives Intervalltraining absolvierten.
Scherbelino - Feuerbach
Ich bin ein wenig in Sorge. Eine Gruppe in dieser Stärke ist nicht leicht beisammen zu halten. Und ich fühle mich hier ja auch nicht berufen, den Bremser zu spielen und vom ersten bis zum letzten Meter das Tempo zu bestimmen. Doch meine Sorgen sind unbegründet. Wir sind zügig, doch nicht extrem schnell unterwegs, ein kurzer Stopp nach längeren Anstiegen bringt die Gruppe rasch immer wieder zusammen, auch wenn Schweißperlen auf der einen oder anderen Stirn beweißen, dass die Pace doch nicht ganz ohne ist. Cool, dass wir uns noch zu zehnt zum Gruppenphoto auf dem Birkenkopf aufstellen. Unglaublich, dass es funktioniert. Kein Startgeld, keine Zeitnahme, einfach nur loslaufen. Immerhin nehmen wir eine Ultradistanz in Angriff. Und es ist völlig egal, wie weit einer mitgeht. Jeder ist willkommen!

Nach dem kurzen Stopp auf dem Scherbelino gehts weiter. Kräherwald, Lenzhalde, rüber nach Weilimdorf am Lindenbach entlang. Ich starte meinen langgezogenen Zwischenspurt und verschwinde hinter den Büschen. Glück gehabt. Die Tasche mit der Verpflegung ist unversehrt. Pause!
Homerun
Wir gönnen uns ne lockere Viertelstunde bei Wasser, Cola, Nüssen, Schokolade und Keksen, dann gehts mit leicht steifen Beinen weiter. Einige nutzen die Überquerung der U-Bahn-Geleise für den Abzweig zur Haltestelle, typische Schwaben eben. 30 km rennen, wenns was umsonst gibt und dann die Biege machen. Zu fünft nur noch erklimmen wir die Höhen des Lembergs, werden belohnt mit wärmenden Sonnenstrahlen und einem Blick hinunter nach Feuerbach und hinüber zum Killesberg. Das war die Mühen wert. Enrico verabschiedet sich, sein Smartphone hat ihm ein bereitstehendes "car2go" gemeldet. Das soll ihn nach Hause bringen. Wenig später biegt auch Markus ab, den Burgholzhofturm erreichen wir deshalb nur noch zu dritt. Ob wir unseren "Stern-Döner" im Trio erreichen, bestimmt das Tempo. Manu muss noch heute Nachmittag nach München. Er hat Zeit bis gegen 2 Uhr, also müssen wir zwar nicht schneller werden, dürfen aber wohl auch nicht nachlassen.
Wir genießen Sonne und Strecke, ärgern uns über die jetzt schmerzhaften Gefällstrecken. "Lieber zwei Stiche hoch" als einmal steil bergab" Dem Wunsch kann entsprochen werden. Jederzeit! Die zweite Hälfte mag wegen der vielen Asphaltanteile leichter erscheinen, doch nach der Marathondistanz auf Höhe des Ruderclubs geht es steig bergan, immer wieder unterbrochen von diesen hässlichen kleinen Gefällstrecken, da ist nicht nur Beinarbeit, sondern auch der Kopf gefordert. Aus Zeitgründen sparen wir uns den Weg hoch zur Grabkapelle, die nehmen wir uns für die nächste Umrundung vor. Wir bleiben auf dem Rössleweg, erstürmen - oder besser erobern mühevoll - die letzten Höhen, um dann mit Blick über das Stadion und den Hafen hinunter nach Obertürkheim zu traben.
Ich schaue auf der Runde ja nie auf die Uhr, trotzdem haben wir die von Manu erhoffte Ankunft um 14 Uhr fast punktgenau geschafft. 5 Stunden und 53 Minuten waren wir unterwegs, inkl. aller Pausen. So schnell habe ich das noch nie gepackt. Ausgemacht hats unsere gleichmäßige Pace. Über knapp 3 Stunden wirft mir meine Uhr eine Pace von 5:45 min/km aus, gut 1 1/2 Stunden etwas darüber. Das dürften die Steigungen gewesen sein. Doch eigentlich sind solche Rechenspielchen völlig uninteressant. Was zählt ist das was bleibt. Und das ist die Erinnerung an eine fröhlich-harmonierende Gruppe Gleichgesinnter, wunderbares Laufwetter, viele neue Gesichter, leider zu wenige Namen, die mir im Gedächtnis bleiben dazu.

Das macht Lust auf die achte Auflage. Unter welchem Motto die steht? Mal sehen. Ideen sind schon im Kopf. Cool wäre es, wieder so viele Leute mit dabei zu haben, denn das macht echt Laune. Danke an Alle, die dabei waren.
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